Über mich

Ich habe eigentlich nie Zeit für Bewegung gehabt.

Und ehrlich gesagt glaube ich, dass genau das mein größter Vorteil war.

Viele denken wahrscheinlich, ich wäre schon immer unglaublich sportlich gewesen. Dass ich morgens aufstehe, erst mal Yoga mache, meditiere und danach völlig entspannt in den Tag starte.

Schön wär's. :-)

Melanie am Schreibtisch

Zehn Jahre war ich Vertriebsführungskraft im Versicherungsvertrieb. Ich habe BWL studiert. Heute bin ich Führungskraft in einer Unternehmensberatung und führe ein Team. Ich weiß also ziemlich genau, wie sich ein Kalender anfühlt, der einem nicht mehr gehört, und was es heißt, wirklich keine Zeit zu haben, nicht nur gefühlt.

Sport und ich, das war keine große Liebesgeschichte

Ich war nie der klassische Sportmensch. Schwimmen, Fitnessstudio, Laufen, ich habe alles mal ausprobiert, immer wieder, und jedes Mal ziemlich schnell die Lust verloren. Ich habe auf die Uhr geschaut. Noch 25 Minuten. Noch 10 Minuten. Heute kann ich darüber lachen. Damals fand ich's einfach nur zäh.

Melanie im Fitnessstudio

Dann kam Yoga. Eher zufällig.

Meine erste Yogastunde hatte ich im Urlaub in Florida, eine Gentle Stunde. Die hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich den ganzen Urlaub über immer wieder in dieses Studio gegangen bin.

Yoga ist Entspannung? Denkste!! Ich habe mich nämlich einmal in der Stunde geirrt und bin in einer Fundamentals Klasse gelandet. Danach hatte ich drei Tage Muskelkater. Spätestens da wusste ich: Dieses Vorurteil, Yoga sei nur Hausfrauensport mit Auf den Boden legen und Atmen, ist völliger Schwachsinn.

Melanie in der Kriegerhaltung am Strand

Fast jeder, der zum ersten Mal in eine Yogastunde geht, ist aufgeregt. Genauso war es bei mir. Ich fragte mich, ob ich im richtigen Level bin, ob ich alles kann, und hatte ein bisschen Angst, mich zum Hampelmann zu machen. Wie sich herausstellte, waren meine Sorgen völlig unbegründet, denn zu Beginn wurde gesagt:

"Yoga ist für dich. Du entscheidest, wie weit du gehen möchtest. Vergleich dich nicht mit deinem Mattennachbarn, sondern hör auf dich und dein Gefühl."

Egal ob in Deutschland, Spanien oder den USA, ich habe diesen Satz immer wieder gehört: "Yoga is for yourself." Irgendwann dachte ich bei Yoga automatisch an "Yourself" mit. So entstand der Name Yoga Yourself.

Ein paar Jahre später habe ich dann tatsächlich eine Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht (AYA200), mit Spezialisierung auf Hatha und Vinyasa. Aber dazu später mehr.

Der Alltag holt einen doch wieder ein

Kaum war ich zuhause, war Yoga plötzlich wieder verschwunden. Nicht, weil ich keine Lust hatte. Sondern weil ich wieder "keine Zeit" hatte.

Kennst du das? Nach dem Urlaub. Nächste Woche. Wenn das Projekt vorbei ist. Wenn's ruhiger wird.

Nur blöd, dass es irgendwie nie ruhiger wird.

Melanie am Schreibtisch mit Laptop

Ich habe lange gedacht, ich müsste mich einfach mehr zusammenreißen. Mehr Disziplin. Mehr Motivation.

Heute glaube ich etwas völlig anderes. Nicht ich war das Problem, sondern meine Vorstellung, wie Bewegung aussehen muss. Ich dachte immer, Bewegung heißt mindestens eine Stunde, Sporttasche packen, losfahren, duschen, zurückfahren. Kein Wunder, dass dafür nie Zeit war.

Ich glaube, ich war schon immer ein bisschen unkonventionell. Wenn eine Tür zu ist, such ich mir eben ein Fenster. Also bin ich aus der Not heraus erfinderisch geworden und habe angefangen, einfach die kleinen Momente zu nutzen. Während der Kaffee läuft. Zwischen zwei Meetings. Beim Zähneputzen. Und genau diese kleinen Momente haben bei mir den größten Unterschied gemacht.

Melanie dehnt sich in der Küche

Meditation auf meine Art

Die gleiche Unkonventionalität hat mich übrigens auch bei der Meditation eingeholt.

Alle erzählten, wie schön Meditation ist, wie ruhig der Kopf wird, wie gut es tut, einfach nur still dazusitzen. Und ich saß im Schneidersitz und dachte nur: Wann ist das endlich vorbei?

Heute sehe ich das anders. Mir tut Bewegung gut. Wenn ich mich bewege, wird mein Kopf ruhig, andere meditieren im Sitzen, ich offensichtlich in Bewegung. Deshalb mag ich das Pinguin-Prinzip von Eckart von Hirschhausen so gern: Ein Pinguin sieht an Land ziemlich unbeholfen aus. Im Wasser dagegen ist er in seinem Element. Wenn ich als Pinguin geboren wurde, machen auch sieben Jahre Psychotherapie keine Giraffe aus mir.

Melanie bei Sonnenuntergang am Wasser

Fabrice Midal hat das für mich so auf den Punkt gebracht:

"Ziel ist nicht die innere Ruhe, sondern dass wir der Bewegung des Lebens folgen und uns lebendig fühlen."

Und an anderer Stelle:

"Es ist ein Irrtum zu glauben, beim Meditieren müssten bestimmte Regeln eingehalten werden."

Vielleicht müssen wir gar nicht lernen, jemand anderes zu werden. Vielleicht müssen wir einfach herausfinden, was zu uns passt. Bei mir ist das Bewegung.

Mein eigener Stil

Genau daraus ist auch mein eigener Unterrichtsstil entstanden, mit Spezialisierung auf Hatha und Vinyasa, meine Leidenschaft sind Power Yoga und Yin. In meinen Stunden läuft Musik, laut, House, Pop, manchmal auch Klassik. In Deutschland werde ich dafür immer noch schräg angeschaut. Kann ich verstehen, aber ich mach's trotzdem, weil genau das meine Stunden für mich und viele andere so besonders macht.

Was du von mir erwarten kannst

Genau das: Ich bringe Bewegung in den Alltag, überall, ständig, ich renne quasi dafür. Ich quatsche jeden meiner Kollegen voll. Ich quatsche jeden meiner Freunde voll. Wenn wir uns unterhalten, kann's gut sein, dass ich währenddessen ein Bein in die Hand nehme, einfach weil die Zeit ja sowieso schon da ist.

Melanie lachend in der Küche

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mich kennenzulernen.
Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

Melanie Fröhlich